[Rezension] Die Kunstjägerin

von Elis Fischer
Gmeiner Verlag
282 S.
ISBN: 978-3-8392-1454-1
9.99 € broschur
8.99 € ebook
 
get it:
 
Inhalt:
 
Theresa führt als Illustratorin und Mutter ein beschauliches Leben in Wien – bis das Erbe eines Gemäldes ihre Welt auf den Kopf stellt. Sie entdeckt auf dessen Rückseite einen unbekannten Namen und beginnt nachzuforschen. Doch diese Neugier bringt sie und ihre Familie in Gefahr. Als der von ihr beauftragte Restaurator ermordet und das geheimnisvolle Bild gestohlen wird, beginnt eine abenteuerliche Jagd, die Theresa bis in die Kunststadt Florenz führt.

Meinung:

Eigentlich bin ich kein Fan von diesen Cozy-Crime-Büchern, das ist eher was für meine Mutti. Wenn ich schon einen Krimi lese, dann soll er ordentlich blutig sein und düster. Letztens ging ich an meinem SUB-Regal (ja ich brauche ein Regal und schäme mich dessen nicht!) vorbei und entdeckte dieses Buch. Ich wollte einen Krimi lesen und ich hatte nur diesen hier. Cozy ... na toll, dachte ich und fing, ohne große Erwartungen an zu lesen ... und was soll ich sagen, das Buch hat mich doch überrascht. 

Ich würde jetzt zwar nicht losrennen und mir einen Sack voll dieser Bücher kaufen, aber die Kunstjägerin hat mich gut unteralten. 
Theresa wohnt in Wien, eine Stadt, die sich einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen erobert hat. Nach dem Tod ihres Vaters hat Thesi ein Bild von ihm geerbt und einen Zettel auf der Rückseite entdeckt. Sie will das Bild schätzen lassen und etwas über den Maler herausfinden und damit fangen die Probleme an. 
Der Restaurator wird ermordert, ihr Bild gestohlen und ihr Leben ist plötzlich in Gefahr. 
 
Natürlich gibt es Spannung und Action und Ermittlungen, aber natürlich mit, ich nenns mal "angezogener Handbremse". Es ist eben ein netter Krimi, in der sich die Hobby-Kunst-Detektivin auch mal mit dem Ermittler streitet und viel beim Essen mit Freunden diskutiert, disputiert und gerätselt wird. 

Die Figuren passen zu der Handlung und zum Genre. Theresa ist kein junges Ding, sondern eine Mutter. Ihre Freunde ein bunter Mix aus kosmopolitischen Großstadtmenschen, die sich einmal die Woche zum Jour fixe treffen und Chianti trinken. Sehr Upper Clas. 
Natürlich agiert Theresa im Laufe der Handlung öfter mal Hals über Kopf und ohne logisch nachzudenken. Manchmal wollte ich sie anschreien: Großer Gott! Ruf die Polizei du dumme Nuss!
Aber was wären Hobby-Ermittlerinnen ohne diese komischen Anwandlungen?

Dazu gibt es in unregelmäßigen Abständen noch einen zweiten Handlungsstrang, der aus Briefen eines mysteriösen G. aus dem 17. Jahrhundert besteht. Auch diesen Teil fand ich sehr schön gemacht. 

Die Autorin hat Kunstgeschichte studiert, und das merkt man dem Buch an. Ich liebe Kunst. Ich könnte mich in Details und Bildbeschreibungen und Interpretationen reinlegen. Ich liebe es durch Museen und Galerien zu gehen und kann nie die Klappe halten. Immer, wirklich immer quatsch ich die Leute, die bei mir sind, zu. Das ist der und der und das hat das zu bedeuten, das überhaupt, noch wer mit mir mitgeht ist ein Wunder. 
Man merkt dem Buch an, dass es jemand geschrieben hat, der Ahnung von Kunst hat und diese kleinen Details, da steh ich drauf. So muss das sein!

Fazit:

Die Kunstjägerin war ein kurzweiliges Buch, dass mich sehr gut unterhalten hat. 
4/5 Sterne.

Kommentare

  1. Ich mag diese Rezension, sie hat mich richtig zum Schmunzeln gebracht :) Vielen Dank dafür.
    Elis

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